Monat: Januar 2018

Fango

Als Fango bezeichnet man Anwendungen mit heißem Mineralschlamm vulkanischen Ursprungs. Fango kann als Bad, Packung oder Umschlag angewendet werden. Wir wenden hier in der Praxis Fango als Umschlag an.
Der auf ca. 45 erwärmte Umschlag wird direkt auf den Körper gelegt. Die Behandlung dauert ca. 20 Minuten, wobei die Wärme des Fangos in das tief liegende Gewebe eindringt und dieses lang anhaltend erwärmt. Die Behandlung mit Fango hat einen stark lindernden Einfluss auf rheumatische Beschwerden und Verspannungen. Sie wirkt unter anderem positiv auf Bindegewebs- und Muskelrheumatismus, sowie bei chronisch rheumatischen Erkrankungen. Eingesetzt werden kann Fango auch bei beruflicher oder sportlicher Überlastung, da dies die Durchblutung fördert, den Stoffwechsel anregt und Schmerzen lindert.

Ultraschall

Der therapeutische Ultraschall wird eingesetzt bei Entzündungen von Sehnen und Sehnenansätzen, z.B. Achillessehnenreizung, Tennisellbogen.
Er wird vom Arzt verordnet und trägt zur Schmerzlinderung und Heilung bei.

 

 

Kinesio tape

Das Kinesio-Tape ist ein auf Baumwollbasis hergestelltes Tape mit Elastizitätseigenschaften ähnlich der menschlichen Haut.
Es soll die Muskel- und Gelenkfunktionen unterstützen, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Kinesio-Tape beinhaltet keinerlei Wirkstoffe (Arzneien) und beeinträchtigt somit weder medikamentöse noch homöopathische Behandlungen.
Kinesio-Taping ergänzt Behandlungstechniken, wie die Massage, die manuelle Therapie, manuelle Lymphdrainage und die Krankengymnastik. Durch Kinesio-Taping ist ein positiver Einfluss auf die Muskelfunktion, eine Aktivierung des Lymphsystems und eine Unterstützung der Gelenkfunktion möglich. Außerdem lindert es erfolgreich Schmerzen.
Das Kleben von Kinesio-Tape führt zur wellenförmigen Anhebung der Haut. Hierdurch erfolgt eine Druckreduzierung im Gewebe durch Raumvergrößerung zwischen Haut und Muskulatur was eine Regulation der Lymph- und Blutzirkulation zur Folge hat. Durch die zusätzliche Stimulierung von Rezeptoren (propriozeptive Reize) kommt es zur Funktionsverbesserung der Gelenke und Regulation des Muskeltonus. Die Schmerzreduktion ist eine Folge der Druckentlastung im betroffenen Gewebe.
Den gleichen Effekt macht man sich in der Nachbehandlung von Narben (auch ältere) und verklebtem Bindegewebe zu Nutze.

Eis- / Kryotherapie

Bei der Kryotherapie wird Kälte gezielt zur lokalen Therapie eingesetzt,denn Kälte entzieht dem Körper Wärme. Bei einer niederen Körpertemperatur laufen Entzündungsprozesse verlangsamt ab, da die sogenannten Entzündungsmediatoren inaktiver werden.

Je nachdem, wie lange ein Kältereiz auf Haut und Muskulatur einwirkt, ist die Wirkung unterschiedlich. Bei kurzzeitiger Kälte (bis 5 Minuten) wirkt die Kälte schmerzlindernd, bei längerer Kühlung (10 bis 12 Minuten) wirkt Kälte sogar entzündungshemmend.

Die Kälte verringert die Schmerzempfindlichkeit und verlangsamt die Nervenleitgeschwindigkeit für Schmerzreize. Das gilt auch für die Muskulatur. Zudem werden bei längerer Kühlung die Erschlaffungsphasen der Muskeln verlängert und so die Spannung gesenkt, so dass sich Muskelverspannungen und Verkrampfungen lösen. Kurze Kälteimpulse dagegen steigern die Muskelaktivität.

In den Blut- und Lymphgefäßen wird die Durchblutung von der Kälte vermindert, da sich die Gefäße verengen und weniger Blut zirkulieren lassen. In den Venen erhöht sich dagegen der Blutfluss. Dadurch kommt es zu einer Förderung des Abflusses von Ödemen (Schwellungen). Außerdem wird der Stoffwechsel im gekühlten Gewebe herabgesetzt.